Fachlich könnte jeder Maurer überall arbeiten. Praktisch plant man mit der Kolonne vor Ort — und genau diese Selbstverständlichkeit muss in der Planung stehen, sonst schlägt die Software Leute vor, die 300 Kilometer entfernt sind.
Die „Bauwerk Union" führt 150 Personen in 17 Kolonnen an drei Niederlassungen (NORD 52, SUED 52, WEST 35) plus Konzernebene. Die Qualifikationen sind überall dieselben. Was sie unterscheidet, ist das bevorzugte Team — und das steht nicht am Vorgang, sondern am Teilprojekt.
Wo die Standortentscheidung sitzt#

Bild 1 von 4 — Hier sitzt die Standortentscheidung — nicht am Vorgang, sondern am Teilprojekt. „Rohbau Halle" führt die beiden Rohbaukolonnen der Niederlassung Nord als bevorzugtes Team. Von hier vererbt sich der Vorzug nach unten und belegt den Kandidatenfilter jedes Vorgangs vor.
Der Filter, den sie auslöst#

Bild 2 von 4 — Derselbe Vorzug, eine Ebene tiefer: Weil das Teilprojekt die Nord-Kolonnen führt, zeigt die Kandidatenliste dieses Vorgangs nur Personen von dort. Der Vorgang braucht 6 Maurer und hat 3 — und die Liste sagt, dass der Standort nichts mehr hergibt.
Der Vorgang „Brandwaende und Trennwaende" braucht 6 Maurer und hat 3 besetzt; die Bilanz links steht auf −30. Rechts neben dem Filter steht die Zahl, um die es geht: 11 — so viele Kandidaten kennt die Liste, alle aus den Nord-Kolonnen. Parallel läuft „Hallenwaende mauern" mit 8 Maurern derselben Kolonnen. Der Standort ist ausgereizt.
Derselbe Vorgang ohne Vorzug#

Bild 3 von 4 — Das Gegenbild. Genommen wird der Vorzug am Teilprojekt, nicht am Vorgang — genau dort, wo er gesetzt wurde. Sofort stehen die Kolonnen der anderen Niederlassungen in der Liste. Fachlich konnten sie das immer; sichtbar werden sie erst, wenn man den Standort bewusst verlässt.
Die ersten Zeilen der Liste sehen aus wie vorher — der Unterschied steht im Zähler: 28 statt 11. Das Häkchen „Bevorzugte Teams" ist aus, und damit stehen die Kolonnen aus Süd und West zur Wahl. Fachlich konnten sie das immer; sichtbar werden sie erst, wenn man den Standort bewusst verlässt.
| mit Teamvorzug | ohne | |
|---|---|---|
| Kandidaten | 11 | 28 |
| Herkunft | nur NORD | NORD, SUED, WEST |
| Bilanz am Vorgang | −30 | −30 |
Die Bilanz ändert sich nicht — der Filter besetzt niemanden. Er entscheidet nur, wen die Liste überhaupt anbietet.
Die Gegenprobe#

Bild 4 von 4 — Die Gegenprobe zur Kandidatenliste. Statt zu fragen, wer noch frei ist, zeigt diese Ansicht, was die Kolonne insgesamt trägt: In den zwei Wochen um den Mauerbeginn ist NORD - Rohbau-1 ausgelastet. Genau deshalb liefert der gefilterte Kandidatensatz keine freien Leute mehr — der Standort ist ausgereizt, nicht die Qualifikation.
Was das für die Planung heißt#
Das bevorzugte Team ist eine Vorzugsmarke, keine Zuweisung. Im ganzen Paket trägt kein einziger Vorgang eine Teamzuweisung; die 17 Kolonnen stehen an 15 Teilprojekten als Vorzug. Dadurch bleibt die Planung standorttreu, ohne dass jemand Namen einträgt — und wenn es eng wird, ist der Weg nach draußen ein bewusster Schritt und kein Versehen.
Die Reihenfolge, die sich daraus ergibt: erst die eigene Kolonne, dann die Nachbarniederlassung, und erst danach Nachunternehmer. Genau so, wie es ein Bauleiter ohnehin macht.
Wer die Rechenweise dahinter sehen will — ohne Branche, an drei Personen und zwei Standorten statt an 150 —, findet sie unter Standortbezogene Planung: Dort passt derselbe Plan nach Rolle und nach Person und erst nach Standort nicht mehr. Diese Seite hier zeigt, was das im Ernstfall bedeutet.
Wie Rillsoft Project Personaleinsatz über Standorte hinweg plant, steht auf der Produktseite zur Personaleinsatzplanung in der Rillsoft Cloud. Zurück zur Übersicht Baukonzern.