Ein Teilprojekt und ein Meilenstein haben eines gemeinsam: Beide können in Rillsoft Project festgemacht werden. Was das bedeutet, sieht man nicht am Häkchen, sondern erst, wenn sich etwas ändert. Deshalb macht diese Seite dreimal denselben Griff — einmal ohne Fixierung, einmal mit fixiertem Teilprojekt, einmal mit fixiertem Meilenstein — und zeigt, was er jedes Mal auslöst.
Die Antwort vorweg: Unfixiert folgt alles den Vorgängen. Der Meilenstein wandert mit, das Teilprojekt wächst mit. Das fixierte Teilprojekt hält seinen Rahmen, und die Kinder ragen darüber hinaus. Der fixierte Meilenstein lässt den Griff gar nicht zu — Rillsoft Project lehnt ihn mit einer Meldung ab.
Der Bestand, um den es geht#
Ein Teilprojekt mit zwei Vorgängen und einem Meilenstein am Ende:
| Element | Aufwand | Termin |
|---|---|---|
| Teilprojekt „Entwurfsphase" | — | Mo 5. – Fr 9. Oktober |
| Konzept erstellen (Anna Muster) | 32 h | Mo 5. – Do 8. Oktober |
| Entwurf prüfen (Bernd Beispiel) | 32 h | Di 6. – Fr 9. Oktober |
| Meilenstein „Entwurf freigegeben" | — | Fr 9. Oktober |
Zwei Dinge daran sind Absicht. Erstens sind die beiden Vorgänge nicht miteinander verknüpft: Sie liegen um einen Tag versetzt nebeneinander, weil jeder seinen eigenen Anfang hat. Nur der Meilenstein hängt an „Entwurf prüfen" und steht deshalb an dessen Ende. Zweitens hat das Teilprojekt keinen eigenen Termin: Sein Balken vom 5. bis 9. Oktober ist die Hülle seiner drei Kinder, fünf Arbeitstage lang.
Der Griff, der dreimal gemacht wird, ist immer derselbe: „Entwurf prüfen" wird an „Konzept erstellen" gehängt. Damit kann Vorgang 2 erst beginnen, wenn Vorgang 1 endet — er müsste vom 9. auf den 14. Oktober rücken, der Meilenstein mit ihm, und das Teilprojekt von fünf auf acht Arbeitstage wachsen. Ob das passiert, entscheidet allein, was fixiert ist.
Nichts fixiert: alles wandert mit#

Bild 1 von 6 — Die Ausgangslage, und in ihr ist nichts festgemacht. „Konzept erstellen" läuft vom 5. bis 8., „Entwurf prüfen" vom 6. bis 9. Oktober, um einen Tag versetzt und ohne Verknüpfung zwischen beiden. Nur der Meilenstein hängt an Vorgang 2 und steht deshalb am 9. Oktober. Das Teilprojekt „Entwurfsphase" hat keinen eigenen Termin: Sein Balken ist die Hülle seiner drei Kinder, vom 5. bis 9. Oktober, fünf Arbeitstage. Die Maske darunter zeigt es — Anfang und Ende stehen da, aber das Häkchen Festlegen ist leer. Alles, was hier steht, steht dort, weil es aus den Vorgängen folgt.
Dem Balkenplan allein sieht man nicht an, dass nichts fixiert ist. Deshalb steht die Maske des Teilprojekts dabei: Anfang 5. Oktober, Ende 9. Oktober — und das Häkchen Festlegen darunter ist leer. Die beiden Termine sind also abgelesen, nicht gesetzt. Ob sie so bleiben, entscheidet sich erst beim nächsten Griff. Dieselbe Maske mit gesetztem Häkchen zeigt Bild 3.

Bild 2 von 6 — Dieselbe Ansicht, nachdem Vorgang 2 an Vorgang 1 gehängt wurde — ein einziger Pfeil mehr, und drei Dinge haben sich bewegt. „Entwurf prüfen" beginnt jetzt, wenn „Konzept erstellen" endet, und läuft vom 9. bis 14. Oktober. Der Meilenstein hängt an Vorgang 2 und ist mitgewandert: vom 9. auf den 14. Oktober. Und das Teilprojekt, das keinen eigenen Termin hat, ist mitgewachsen: vom 5. bis 14. Oktober, acht statt fünf Arbeitstage. Nichts hat dagegengehalten, weil nichts fixiert war.
Das ist das Normalverhalten, und es ist meistens das gewünschte: Der Plan rechnet nach, und die Termine, die aus der Arbeit folgen, folgen der Arbeit. Der Meilenstein sagt jetzt „14. Oktober", weil die Freigabe eben erst dann möglich ist. Die Frage ist nur, ob man das wollte — oder ob der 9. Oktober jemandem zugesagt war.
Teilprojekt fixiert: der Rahmen bleibt#

Bild 3 von 6 — Dieselbe Ausgangslage wie in Bild 1, mit einem Unterschied, den man nur in der Maske sieht: Das Teilprojekt ist fixiert. Die Maske darunter ist die des Teilprojekts — im Kopf steht „Entwurfsphase" —, und dort sitzt die Einstellung: Anfang 5. Oktober, Ende 9. Oktober und das Häkchen Festlegen, das in Bild 1 leer war. Der Balkenplan darüber ist derselbe. Damit hat das Teilprojekt zum ersten Mal einen eigenen Termin. Bis hierhin war sein Balken die Hülle seiner Kinder; von jetzt an ist er ihr Rahmen.
Die Fixierung verschiebt nichts. Die Balken liegen auf denselben Tagen wie in Bild 1, und das Teilprojekt steht auf denselben fünf Tagen. Geändert hat sich, woher diese fünf Tage kommen: nicht mehr aus den Kindern, sondern aus der Maske. Sichtbar ist das nur an einer Stelle, am Häkchen Festlegen unter Anfang und Ende. Der Balkenplan selbst zeichnet ein festgemachtes Teilprojekt nicht anders als ein bewegliches — legt man Bild 1 und Bild 3 nebeneinander, ist der Unterschied allein das Häkchen.

Bild 4 von 6 — Derselbe Griff wie in Bild 2, mit fixiertem Teilprojekt — und diesmal hält etwas dagegen. Vorgang 2 rückt wie zuvor auf den 9. bis 14. Oktober, der Meilenstein wandert auf den 14. mit. Das Teilprojekt aber bleibt bei 5. bis 9. Oktober: In der Spalte Ende steht weiterhin der 9., der Balken ist keinen Tag länger geworden. Stattdessen zieht Rillsoft Project in der Teilprojektzeile eine rote Linie vom fixierten Ende bis zum 14. Oktober — so weit ragen die Kinder über den Rahmen hinaus. Das ist der Unterschied zwischen Hülle und Rahmen: Die Hülle folgt den Kindern, der Rahmen nicht.
Ein fixiertes Teilprojekt verbietet den Griff nicht. Es hält fest, was vereinbart war, und macht sichtbar, dass die Planung darüber hinausgeht: Die rote Linie beginnt am 9. Oktober, wo der Rahmen endet, und reicht bis zum 14., wo die Kinder wirklich enden. Wer die Entwurfsphase bis zum 9. Oktober zugesagt hat, sieht hier auf einen Blick, dass die Zusage mit dieser Verknüpfung nicht mehr hält — ohne dass der Plan sie stillschweigend aufgegeben hätte. Die Spalte Aufwand steht unverändert auf 64 Stunden; verschoben wurde, nicht verlängert.
Meilenstein fixiert: der Griff wird abgelehnt#

Bild 5 von 6 — Noch einmal die Ausgangslage aus Bild 1, diesmal mit fixiertem Meilenstein. Die Maske ist die des Meilensteins — im Kopf steht „Entwurf freigegeben" —, und dort steht der Termin, 9. Oktober 17:00, mit dem Häkchen Fixieren, gleich neben „Als Meilenstein markieren". Das Teilprojekt ist nicht fixiert; es bleibt die Hülle seiner Kinder. Der Unterschied zu Bild 3 ist die Stelle, an der festgemacht wird: dort der Rahmen um alles, hier ein einzelner Termin am Ende der Kette.
Ein Meilenstein hat keine Dauer, also nur einen Termin — und den hält das Häkchen fest. Dass es an einem Meilenstein von Haus aus gesetzt ist, sieht man dieser Maske nicht an; für Bild 1 wurde es ausdrücklich gelöst, damit die Raute der Kette folgen konnte.

Bild 6 von 6 — Derselbe Griff wie in Bild 2 und 4 — und diesmal kommt er nicht durch. „Entwurf prüfen" müsste hinter „Konzept erstellen" rücken und bis zum 14. Oktober laufen; der Meilenstein dahinter ist aber am 9. Oktober festgemacht und lässt sich nicht schieben. Rillsoft Project hält den Befehl an und fragt: Der letzte Befehl führt zum Verschieben des fixierten Vorgangs „1.3 Entwurf freigegeben" vom 9. auf den 14. Oktober — soll er ausgeführt werden? Mit „Nein" bleibt alles, wie es war: kein Pfeil zwischen Vorgang 1 und 2, Vorgang 2 weiter vom 6. bis 9., die Raute am 9. Mit „Ja" wanderte der Meilenstein mit. Genau das ist die Aussage: Ein fixierter Termin ist kein Hinweis, sondern eine Grenze, die nur der Planer selbst aufhebt.
Die Meldung sagt genau, woran es liegt. Sie nennt das Element, das sich bewegen müsste, die beiden Termine und stellt die Frage, die nur ein Mensch beantworten kann:
Der letzte Befehl führt zum Verschieben der fixierten Vorgänge. Vorgang: 1.3 Entwurf freigegeben, von: 09.10.26 17:00, auf: 14.10.26 17:00. Wollen Sie den Befehl ausführen?
Mit „Nein" wird der Befehl zurückgerollt: Nicht nur die Verknüpfung fehlt, auch alles, was sie nach sich gezogen hätte, ist nicht passiert. Der Plan ist in dem Zustand, in dem er vor dem Griff war — der hinter dem Kasten. Mit „Ja" gäbe der Planer die Fixierung für diesen einen Befehl auf, und der Meilenstein wanderte wie in Bild 2 auf den 14. Oktober.
Das ist der eigentliche Unterschied zwischen den beiden Fixierungen. Das fixierte Teilprojekt lässt den Griff zu und zeigt die Folge. Der fixierte Meilenstein lässt ihn nicht zu: Die Verknüpfung würde ihn verschieben müssen, und ein fixierter Termin wird nicht verschoben. Wer sie trotzdem will, muss zuerst entscheiden, was gelten soll — der Termin oder die Reihenfolge — und eines von beiden ändern.
| nichts fixiert (Bild 2) | Teilprojekt fixiert (Bild 4) | Meilenstein fixiert (Bild 6) | |
|---|---|---|---|
| Vorgang 2 | 9. – 14. Oktober | 9. – 14. Oktober | bleibt 6. – 9. Oktober |
| Meilenstein | 14. Oktober | 14. Oktober | bleibt 9. Oktober |
| Teilprojekt | 5. – 14. Oktober, 8 Tage | bleibt 5. – 9. Oktober, rote Linie bis zum 14. | bleibt 5. – 9. Oktober |
| Der Griff | angenommen | angenommen | abgelehnt, zurückgerollt |
Was das für die Planung heißt#
- Fixieren heißt entscheiden, was gelten soll. Ein Termin, der von außen kommt, gehört fixiert — ein Abgabetermin, ein Ferienfenster, eine Zusage. Ein Termin, der aus der Arbeit folgen soll, gehört nicht fixiert, sonst meldet der Plan bei jeder Änderung einen Konflikt statt eines Ergebnisses.
- Teilprojekt und Meilenstein fixieren verschieden hart. Das Teilprojekt ist ein Rahmen: Es lässt die Überschreitung zu und zeigt sie. Der Meilenstein ist eine Grenze: Er lässt sie nicht zu.
- Neu angelegt ist fixiert. Rillsoft Project legt Teilprojekte und Meilensteine festgemacht an. Wer die Hülle und den mitwandernden Meilenstein aus Bild 1 und 2 will, löst die Fixierung ausdrücklich.
Wie Fixierung im Zusammenspiel mit Kalender und Ferienfenstern aussieht, zeigt das Branchenbeispiel Zwangstermine und Ferienfenster in der öffentlichen Verwaltung. Was Reserve und kritischer Pfad an derselben Kette anzeigen, steht unter Reservezeit und kritischer Pfad.
Wie sich derselbe Funktionsumfang außerhalb der Beispiele darstellt, steht auf der Produktseite zum Projektmanagement in der Rillsoft Cloud.