„Planen wir mit Rollen oder mit Namen?" ist eine Frage, die sich in der Praxis nicht entscheiden lässt — weil beides gebraucht wird. Am Anfang steht die Qualifikation, später der Mensch. Ein Planungswerkzeug muss deshalb beides gleichzeitig führen können.
Das Beispiel ist ein Ingenieurbüro mit 30 Personen in fünf Teams und acht Qualifikationen. Vier Projekte laufen parallel; namentlich besetzt ist nur eines — der Neubau eines Verwaltungsgebäudes über die Leistungsphasen, 35 Vorgänge, davon 29 mit Qualifikation und 45 Personenzuweisungen. Die anderen drei tragen ausschließlich Rollen.
Zwei Spalten, ein Plan#

Bild 1 von 2 — Derselbe Plan trägt beides. In der Spalte Rollen steht, welche Qualifikation der Vorgang braucht — in der Spalte Personal, wer sie übernimmt. Die Grobplanung entsteht links, die Feinplanung rechts, und keine der beiden muss auf die andere warten.
Links steht, was gebraucht wird: „2 Objektplanung – Architekt/in". Rechts, wer es macht: „Baldwin, Morgan; Heil, Meinold". Die Rolle ist die Aussage des Vorgangs, der Name die Entscheidung des Planers — und die kann später fallen, ohne dass der Plan davor unvollständig wäre.
Wie der Name an den Vorgang kommt#

Bild 2 von 2 — So kommt der Name an den Vorgang. Der Kopf der Maske nennt die Eckdaten — 30 Personentage Aufwand, 15 Arbeitstage Dauer, feste Größe ist der Aufwand. Links steht die geforderte Qualifikation mit ihrer Bilanz, und die Liste daneben führt nicht den ganzen Pool auf, sondern die sechs Kandidaten, die diese Qualifikation tragen — mit Bereitschaft, Verfügbarkeit und Kostensatz. Zwei davon sind zugeordnet: Heil und Baldwin, je 15 Personentage.
Was das für den Kapazitätsabgleich heißt#
Die wichtigste Eigenschaft dieser Trennung merkt man erst beim Rechnen: Der Auslastungsabgleich zählt weiterhin die Rollen. Der Bedarf entsteht aus der Qualifikation, die der Vorgang anmeldet — ob jemand namentlich zugeordnet ist oder nicht, ändert daran nichts. Deshalb bleibt eine Kapazitätsaussage auch dann gültig, wenn die Hälfte der Vorgänge noch keine Namen trägt.
| Grobplanung | Feinplanung | |
|---|---|---|
| Zuweisung | Qualifikation | Person |
| Wann | ab dem ersten Entwurf | wenn der Einsatz feststeht |
| Kapazitätsabgleich | rechnet | rechnet unverändert weiter |
| Im Beispielbüro | alle vier Projekte | nur der Neubau |
Praktisch heißt das: Man verliert nichts, wenn man früh plant, und man gewinnt Genauigkeit, sobald man Namen einträgt. Wer dagegen erst mit Namen anfangen darf, plant entweder zu spät oder mit Platzhaltern, die niemand pflegt.
Warum die Trennung überhaupt zwei Spalten braucht — und was verloren geht, wenn man beides in ein Feld zwängt —, steht branchenneutral unter Rolle oder Person: an drei Vorgängen statt an einem Verwaltungsneubau. Diese Seite hier zeigt, was die Trennung im Ernstfall einbringt.
Woher die Kandidaten kommen und was ein Pool sonst noch trägt, steht auf Ressourcenpool aufbauen. Wie Rillsoft Project Personaleinsatz plant, steht auf der Produktseite zur Personaleinsatzplanung in der Rillsoft Cloud. Zurück zur Übersicht Ingenieurbüro.