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Multiprojekt-Kapazitätsabgleich

Jedes Projekt für sich machbar, zusammen nicht: Im Portfolio meldet die Montage −45 Personentage Unterdeckung, allein gerechnet keine.

Die unangenehmste Sorte Terminkonflikt gehört keinem Projekt. Sie entsteht zwischen ihnen — dann, wenn zwei Vorhaben unabhängig voneinander dieselbe Woche derselben Qualifikation verplanen. Ein Einzelplan kann das nicht sehen.

Das Beispiel ist ein mittelständisches Werk mit fünf gleichzeitigen Vorhaben auf einem Stamm von 120 Personen in sieben Teams: eine Produktvariante, eine Kundenanlage, eine ERP-Lagerintegration, ein Standortumbau und das laufende Tagesgeschäft.

Fünf Projekte, eine Achse
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Balkenplan des Portfolios „Musterwerk 2027": fünf Projektzeilen untereinander auf einer Achse, von 161 Tagen (Produktvariante C) bis 61 (Serienfertigung und Tagesgeschäft).

Bild 1 von 3 — Ein Portfolio ist keine Zusammenfassung, sondern eine gemeinsame Rechnung: Fünf Vorhaben, die sonst jedes für sich geplant würden, liegen hier auf einer Achse und greifen auf denselben Stamm von 120 Personen zu. Erst dadurch kann die Software überhaupt bemerken, dass zwei Projekte dieselbe Woche derselben Qualifikation verplanen.

Das Einzelprojekt: unauffällig
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Kapazitätsansicht des Einzelprojekts „Kundenanlage K-450": In der markierten Zeile Monteur/in steht Aufwand 81, die Spalte Unterdeckung bleibt leer.

Bild 2 von 3 — So sieht ein Projekt aus, das für sich genommen machbar ist. Die Kundenanlage bindet die Montage mit zwei Vorgängen und 81 Personentagen; in den Tageszellen steht daneben das Übrige als Plus — +10 bis +13. Die Spalte Unterdeckung bleibt leer, und im Diagramm unten liegen die blauen Bedarfsbalken unter der grünen Kapazitätslinie. Wer nur dieses Projekt plant, hat keinen Grund zur Sorge — und übersieht genau deshalb den Konflikt.

Dieselbe Zeit im Portfolio
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Dasselbe Fenster im Portfolio: Die markierte Zeile Monteur/in meldet Unterdeckung −45 (9 %) bei einem Aufwand von 526 statt 81 Personentagen.

Bild 3 von 3 — Dieselben zwei Monate, dieselbe Qualifikation — nur eben über alle fünf Projekte gerechnet. Aus zwei Vorgängen sind fünf geworden, aus 81 Personentagen 526, und jetzt steht in der Spalte Unterdeckung eine Zahl: −45, das sind 9 % des Bedarfs. In den rosa Tageszellen ist zu sehen, woraus sie entsteht — am 5. November 12 gegen −1, Anfang Dezember 15 gegen −3. Das Diagramm darunter zeichnet dasselbe: blau der Bedarf, grün die Arbeitskapazität, orange die Lücke. Kein Projekt hat den Fehler gemacht; sie haben ihn gemeinsam.

Dieselbe Qualifikation, dasselbe Fenster, dieselbe Kapazität — und jetzt eine Zahl, die niemand ignorieren kann. Der Unterschied liegt nicht in den Daten, sondern darin, wie weit man schaut.

Kundenanlage alleinalle fünf Projekte
Vorgänge der Montage25
Aufwand Montage81 PT526 PT
Bedarf je Tagunter der Kapazität12 bis 15
Unterdeckung—−45 (9 %)

Was daraus folgt
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Der Abgleich sagt nicht, was zu tun ist — er sagt, dass etwas zu tun ist, und wie viel. 45 Personentage sind keine Feinjustierung: Entweder verschiebt sich ein Vorhaben, oder es kommen Leute dazu, oder ein Teil wird vergeben. Diese Entscheidung trifft ein Mensch. Aber sie fällt jetzt im November und nicht im Februar, wenn die ersten Termine reißen.

Deshalb ist das Portfolio kein Berichtswerkzeug, sondern ein Planungswerkzeug: Es rechnet dieselbe Kapazitätsfrage wie ein Einzelprojekt, nur über den gesamten Bestand — und findet damit genau die Konflikte, die im Einzelplan unsichtbar bleiben. Wie man dieselbe Lage aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, steht auf Kapazitätsansichten steuern. Was ein Portfolio ist und warum die Reihenfolge der Gliederung — Rolle vor Projekt oder Projekt vor Rolle — an derselben Ansicht eine andere Frage beantwortet, steht ohne Branche und an drei kleinen Projekten unter Ressourcenmanagement im Portfolio.

Wie Rillsoft Project Multiprojektplanung rechnet, steht auf der Produktseite zum Multiprojektmanagement in der Rillsoft Cloud. Zurück zur Übersicht Mittelstand.

Häufige Fragen

Fragen zum Multiprojekt-Kapazitätsabgleich

Warum sieht ein Einzelplan den Konflikt nicht?

Weil die unangenehmste Sorte Terminkonflikt keinem Projekt gehört. Sie entsteht zwischen ihnen — dann, wenn zwei Vorhaben unabhängig voneinander dieselbe Woche derselben Qualifikation verplanen.

Was ändert sich zwischen Einzelprojekt und Portfolio?

Nicht die Daten, nur die Reichweite des Blicks. Dieselbe Qualifikation, dasselbe Fenster, dieselbe Kapazität — allein die Kundenanlage bleibt unauffällig, über alle fünf Projekte steht eine Zahl da, die niemand ignorieren kann.

Wie ist das Beispielwerk aufgestellt?

Fünf gleichzeitige Vorhaben auf einem Stamm von 120 Personen in sieben Teams: eine Produktvariante, eine Kundenanlage, eine ERP-Lagerintegration, ein Standortumbau und das laufende Tagesgeschäft.