Eine Schule wird saniert, während sie in Betrieb ist. Der Plan hat deshalb Randbedingungen, die kein Planer verhandeln kann: Beschlusstermine des Bauausschusses, Vergabefristen nach VOB — und vor allem die Ferien, in denen gearbeitet werden darf.
Das Beispiel ist die Sanierung der Grundschule Lindenhof eines städtischen Hochbauamts, 6. Oktober 2026 bis 27. April 2027, 34 Vorgänge in drei Phasen.
Der Rahmen, der von außen kommt#

Bild 1 von 2 — Ein kommunales Vorhaben plant nicht frei. Beschlusstermine, Vergabefristen und vor allem die Schulferien stehen fest, bevor der erste Vorgang gezeichnet ist. Im Plan sind das vier fixierte Meilensteine, und die Arbeiten dazwischen tragen ihr Fenster schon im Namen — „Fenstertausch in den Winterferien überwachen", „Mängelbeseitigung in den Osterferien nachverfolgen". Die Phase dazwischen heißt nicht zufällig „Ausführung im Ferienfenster".
Vier Elemente dieses Plans sind fixiert — alle vier sind Meilensteine:
| Zwangstermin | Datum |
|---|---|
| Maßnahmenkonzept freigegeben | 24.11.2026 |
| Vergabe erteilt | 22.01.2027 |
| Ausführung abgeschlossen | 09.04.2027 |
| Sanierung abgenommen und Schule übergeben | 27.04.2027 |
Fixiert heißt: Sie bleiben stehen, wenn davor etwas verrutscht. Eine Neuterminierung schiebt sie nicht mit — sie meldet stattdessen den Konflikt. Das ist der Unterschied zwischen einem Termin, den man sich vornimmt, und einem, den man einhalten muss. Was die Fixierung an einem Meilenstein und an einem Teilprojekt jeweils tut — der eine lehnt den Griff ab, das andere hält den Rahmen und zeigt die Überschreitung —, steht für sich unter Teilprojekt und Meilenstein: fixiert oder unfixiert.
Und der Rahmen, der aus dem Kalender kommt#

Bild 2 von 2 — Feiertage rechnet Rillsoft Project selbst ein. „Malerarbeiten überwachen" hat 10 Tage Dauer und läuft trotzdem vom 22. März bis zum 6. April; „Bodenbeläge erneuern lassen" hat 5 und braucht vom 25. März bis zum 2. April. Dazwischen liegen Wochenenden, die Ostertage und die Abwesenheiten der Beteiligten — im Bild die grauen Zellen mit U. Niemand muss das von Hand nachhalten, und niemand kann es vergessen.
Warum das mehr ist als Kosmetik#
Wer arbeitsfreie Zeiten nicht im Plan führt, rechnet in Kalendertagen und verspricht Termine, die niemand halten kann. Der Unterschied ist im Beispiel mit bloßem Auge zu sehen: Zehn Tage Malerarbeiten belegen sechzehn Kalendertage. Über ein halbes Jahr summiert sich das zu Wochen.
Zusammen ergeben die beiden Mechanismen genau das, was ein kommunaler Plan braucht: Fixierte Elemente halten die Termine, die von außen gesetzt sind, und der Kalender rechnet die Zeit dazwischen richtig. Was übrig bleibt, ist die Frage, ob es reicht — und die beantwortet der Plan, bevor der erste Bagger kommt.
Wie Rillsoft Project Termine und Kalender führt, steht auf der Produktseite zum Projektmanagement in der Rillsoft Cloud. Zurück zur Übersicht Öffentliche Verwaltung.