Projekte scheitern selten am Projekt. Sie scheitern an dem, was daneben weiterläuft: der Serienfertigung, der Instandhaltung, dem Tagesgeschäft. Diese Arbeit steht in keinem Projektplan und bindet trotzdem Menschen — und wer sie nicht mitplant, rechnet mit einer Kapazität, die es nicht gibt.
Im Produktionspaket steht dieses Tagesgeschäft als eigenes Grundlastprojekt: „Linienbetrieb und Tagesgeschäft" bindet 76 der 120 Personen je Quartal, davon allein 52 in der Maschinenbedienung. Der Serienanlauf daneben plant mit dem Rest.
Was der Linienbetrieb bindet#

Bild 1 von 2 — Das Tagesgeschäft ist kein Projekt und bindet trotzdem Kapazität. Diese Ansicht zeigt je Qualifikation, wie viel davon im laufenden Linienbetrieb gebunden ist — bevor ein einziges Projekt geplant wurde. Das Diagramm darunter zeichnet ohne markierte Zeile die Summe aller sieben: die Gesamtbindung des Tagesgeschäfts. Wer diese Zeilen nicht kennt, plant mit einer Kapazität, die es nicht gibt.
Dieselbe Bindung in Prozent#

Bild 2 von 2 — Dieselbe Bindung, andere Darstellung. In Prozent liest sich die Frage „was bleibt für den Serienanlauf" unmittelbar: Eine Zeile bei 100 Prozent hat nichts mehr abzugeben, eine bei 40 Prozent schon. Die absolute Ansicht darüber sagt, wie viel Arbeit dahintersteht; diese sagt, wie eng es ist.
Ein Hinweis zum Bild#
Die Grundlastvorgänge sind bewusst unverknüpft — sie bilden Dauerleistungen ab, keine Kette. Bei der frühestmöglichen Terminierung fallen sie deshalb alle auf den Projektanfang: Die Q4- und die Q1-Vorgänge starten beide am 1. Oktober 2026. Im gebauten Beispielbestand liegen damit beide Quartale übereinander, also 152 statt 76 Personen gleichzeitig gebunden, und in der Maschinenbedienung 104 statt 52.
Das ist kein Fehler der Rechnung, sondern die Folge einer bewussten Modellierung — und es zeigt nebenbei, was passiert, wenn Dauerleistungen ohne Kalenderanker in einen Terminplan geraten. Wer die Zahlen je Quartal sehen will, legt den Zeitfilter auf ein Quartal.
Was das für die Planung heißt#
Grundlast gehört in dieselbe Rechnung wie das Projekt, nicht in eine Fußnote. Erst dann beantwortet der Plan die Frage, die vor jedem Anlauf steht: Wie viel Kapazität ist überhaupt noch frei — und in welcher Qualifikation?
Welche Qualifikation daran zuerst zerbricht, zeigt Engpass je Qualifikation. Wie Rillsoft Project Kapazitäten über Projekte hinweg rechnet, steht auf der Produktseite zur Kapazitätsplanung in der Rillsoft Cloud. Zurück zur Übersicht Produktion.